Jahreshauptversammlung

SV1 kleinDie Bitte, möglichst zahlreich zur Jahreshauptversammlung zu erscheinen, haben wohl alle Vereine. Besonders dringlich war diese bei der Gernsbacher Ortsgruppe des Schwarzwaldvereins, standen doch einige Veränderungen und Abstimmungen von weitreichender Bedeutung auf der Tagesordnung. Mit der Feststellung „Es ist nicht unsere Idee, den Mitgliederbeitrag zu erhöhen“, begann Richard Herzig, der 1. Vereins-Vorsitzende, seinen Rechenschaftsbericht. Vom Hauptverein in Freiburg schon 2014 gefordert, wird sich dieser 2016 /2017 um 5 Euro erhöhen. Damit auch die eigenen gestiegenen Kosten besonders für die Immobilienunterhaltung ausgeglichen werden können, muss auch die Gernsbacher Ortsgruppe nachziehen. Die jährliche Beitragshöhe bleibt dennoch, verglichen mit gleichartigen Vereinen, in einem guten Mittelfeld. Als zweiter Punkt der Tagesordnung war ein Thema vorgesehen, das so manche Gemüter schon im Vorfeld erhitzte: die Planungen für den Teilabriss und Erweiterungsbau des von massiven Bauschäden geplagten Vereinsheims in der Faltergasse. Eine notwendige Maßnahme, die den Mitgliedern, aber nicht zuletzt auch der Vereinsjugend, zugutekommen wird. Wegen der Brisanz des Themas beschloss die Versammlung jedoch mehrheitlich, die detaillierte Darstellung und die Abstimmung darüber auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben.  

In weitem Umkreis ist die Gernsbacher Ortsgruppe des Schwarzwaldvereins die einzige, die sich seit Jahren über eine ansteigende Mitgliederzahl freuen kann. Für Wanderwart Friedebert Keck ein guter Zustand, aber auch immer noch mit genug Potenzial nach oben, wenn auch bei besonders zahlreich besuchten Wanderungen mit bis zu 50 Aktiven die Wanderführer auf eine anstrengende Probe gestellt werden. Insgesamt nahmen 2015 mehr als 2700 Wanderfreudige während 111 Wanderungen (sonntags, dienstags und mittwochs, von mehrtägigen Wanderreisen abgesehen) mit 1036 km Länge teil. Die dreizehn Aktivsten unter ihnen konnten mit Anstecknadeln des Vereins ausgezeichnet werden. Darum, dass die mehr als 350 km langen Wanderwege gehsicher und deutlich beschildert sind, kümmert sich der Wanderwegebetreuer Harald Brost, Johannes Hasenohr liegt das Wohl und Wehe des Hohlohturms am Herzen. Ebenfalls ganz im Sinne des Vereins sind Eva Czinders Bemühungen um die Vermietung des Vereinsheims. Dieser ist es auch zu verdanken, dass es um die Finanzen des Vereins gut bestellt ist, wie Kassierer Holger Pfingst berichtete und die Kassenprüfer bestätigten. Sehr gute Arbeit macht die Kinder- und Jugendgruppe. Von den Jugendleiterinnen Elke Manz und Belinda Kolmann geleitet, erleben die Kinder und Teenager gemeinsame Stunden, die Spaß, Spiel und Nützlichkeit verbinden. Neben Faschingsparty, Nachtwanderung mit Übernachtung im Heim, Zoobesuch und Paddeltour bastelten sie ein Insektenhotel und Vogel-Futterglocken, übernahmen auf dem Gernsbacher Weihnachtsmarkt einen ganzen Verkaufsstand des Vereins. Ein nächster zur Abstimmung stehender Punkt widmete sich drei Satzungsänderungen. Die erste davon lässt ein Mitspracherecht für beitragspflichtige 14-jährige Mitglieder zu. Für eine zweite warb Herzig, indem er sich für die Ausstellung von Spendenbescheinigungen für die Aufwendungen der aktivsten Mitglieder aussprach. Die dritte Veränderung betraf die die Führungsstruktur des Vereins. Dem im Amt verbleibenden 1. Vorsitzenden steht nun ein dreiköpfiges Führungsgremium zur Seite: das sind Holger Pfingst (auch im Amt des Kassierers), Belinda Kolmann (als Jugendleiterin tätig) und ganz neu dazugekommen, Bernd Czinder. Die Mitglieder stimmten allen Vorschlägen mehrheitlich zu. Für eine weitere Veränderung sorgte Kecks (bisher Fachwart für Wandern) Ausscheiden aus dem Vorstand, und er wird den Verein zum Jahresende verlassen. Ein Verlust, der vermeidbar gewesen wäre.

Foto von li. nach re.: Bernd Czinder, Belinda Kolmann, Holger Pfingst und Richard Herzig