Rechenschaftsbericht des Vorsitzenden 2014

Rechenschaftsbericht des Vorsitzenden des Schwarzwaldvereins,
Ortsgruppe Gernsbach, Jahreshauptversammlung, So., 22. März 2015

Das Jahr 2014 war für unseren Verein recht zufriedenstellend.

Im Vergleich zu anderen Ortsgruppen haben wir einen stabilen Mitgliederbestand: Abgänge durch Tod, Krankheit oder Wegzug konnten wir durch neu hinzugekommene Mitglieder ausgleichen. Ihnen sagen wir ein Herzliches Willkommen.

Um unseren Verein nicht zu gefährden, bitte ich aber alle Mitglieder, nach wie vor im Freundes-, Bekannten- und Nachbarschaftskreis und in deren Familien, aber besonders auch in den eigenen Familien Überzeugungsarbeit zu leisten.

Unser Verein ist in erster Linie natürlich ein Wanderverein, darüber hinaus aber auch ein gesellschaftlicher Treffpunkt für Alt und Jung, ein Anlaufpunkt für Kinder und Jugendliche dank unserer beiden Jugendleiterinnen Belinda und Elke.

Das Vereinsheim ist unser gemeinsames Zuhause, doch es leidet zunehmend durch Alterung in der Bausubstanz. Wir müssen unbedingt ausbessern, renovieren und modernisieren, eventuell sogar neu bauen. Unsere Gäste, die dieses Heim anmieten, sollen auch in Zukunft eine ansprechende Baulichkeit vorfinden. Dass trotz mancher Mängel unser Haus gerne angenommen wird, verdanken wir der ehrenamtlichen Tätigkeit unserer Eva Czinder, die mehr tut, als sich mancher vorstellen mag. Wir sagen ihr und ihrem Mann Bernd hierfür herzlichen Dank. Heute werden wir gemeinsam darüber diskutieren und abstimmen, wie wir die Bausubstanz unseres Hauses für die Zukunft ansprechend und zweckmäßig erhalten können. Ich bitte Euch alle, dabei nicht nur an das Jetzt sondern wohlwollend besonders an die Zukunft von Haus und Mitgliedschaft zu denken und die wohl überlegten Vorschläge und Alternativen des Vorstandes zu unterstützen.

Es ist Zeit großen Dank zu sagen der Stadt Gernsbach, Herrn Bürgermeister Knittel und besonders den Mitarbeitern des städtischen Bauhofes. Von Juni bis August wurde die Zufahrtstraße verbreitert und der unfallträchtige tiefe Graben zugeschüttet und mit einer Regenrinne versehen. Eine jahrzehntelange Gefahrenquelle ist damit beseitigt. Anfahrende fremde Wanderer und Feuerwehr- und Rettungsfahrzeuge können nun endlich den Wald erreichen.

Dass der Bauhof dann auch noch zusätzlich, friedhofsnah, einen neuen Parkplatz angelegt hat, ist begrüßenswert und bürgernah. Dank für diese Baumaßnahme!

Mit großem Vorlauf hat der Vorstand in acht Sondersitzungen und in vielen Gesprächen und Vereinbarungen unser 140-jähriges Jubiläumsfest in der Stadthalle gefeiert. Es war eine würdige Veranstaltung, die in der Stadt und darüber hinaus durchaus Beachtung gefunden hat. Wir können wirklich stolz auf unsere wechselvolle Vereinsgeschichte sein. Die Gründung im 19. Jahrhundert durch städtischen und touristischen Antrieb, der zeitweise Niedergang durch die beiden Weltkriege und das Wiedererwachen nach dem letzten Krieg bis zum heutigen Tage verpflichten uns, weiterzumachen. Dazu benötigen wir Eure Mithilfe in jeder Beziehung, besonders was die Mitgliederanwerbung anbelangt. Bitte lasst nicht nach in den Bemühungen um alte und neue Vereinsmitglieder.

Nun stehen wir im Jahre 2015 vor schwierig zu bewältigenden Aufgaben.

Nehmen wir nur das Thema unserer Finanzen. Zugegeben: Uns geht es recht gut, schaut man mal auf unsere Habenseite. Doch auch für einen Verein wird alles teurer. Denkt man nur an die Steigerungen der notwendigen Versicherungsprämien oder an tariflich bedingte Handwerkerleistungen, kann einem schwindelig werden. Jeder kennt das von zu Hause: Allein die Steigerungen der Gebäudeversicherungen ist enorm und mit dem, was uns vom Mitgliedsbeitrag bleibt, nicht mehr zu bezahlen, denn Zweidrittel Eurer Beiträge fordert der Hauptverein von uns ab. Also gehen wir ans „Eingemachte“. Unser Finanzexperte Holger wird es im Verlaufe unserer heutigen Tagesordnung vortragen. Hierzu liegen Anträge vor.

Nicht einverstanden sind wir allerdings mit der Beitragserhöhungsabsicht unseres Hauptvereins in Freiburg, der insgesamt 5 Euro je Mitglied mehr von uns haben möchte. Der Vorstand kann dies nicht akzeptieren und fordert stattdessen eine massive Umstrukturierung des Hauptvereins. Würden wir dem Ansinnen des Hauptvereins folgen, hätte dies eine Beitragsabführung von bislang Zweidrittel auf Dreiviertel für uns zur Folge. Auch wir müssen ständig schauen, wo wir Kosten einsparen können, unnötige Mehrausgaben wollen wir vermeiden, und dazu gehört z.B. die überproportionale Beitragsabführung nach Freiburg. Der Vorstand ist gewillt, Widerstand zu leisten. Mehr dazu unter dem heutigen Tagesordnungspunkt.

Allen Mitgliedern, die den Verein im abgelaufenen Geschäftsjahr auf vielfältige Weise unterstützt haben, sei es durch praktische oder handwerkliche Hilfe, durch Mithilfe bei Vereinsfesten, durch Kuchen- Essen- oder Geldspenden, durch das Verteilen unserer gedruckten Erzeugnisse, durch so manche Unterstützung, auch durch Mut machen oder Dankbarkeit auf vielfältige Weise sage ich selbst, sagt der gesamte Vorstand Euch allen, auch denen, die heute nicht dabei sein können, ein ganz herzliches DANKESCHÖN des Schwarzwaldvereins.

Lasst uns weiterhin an uns und den Verein glauben und einander unterstützen.
Das wünschen sich für uns alle

Richard Herzig           und     Dagmar Uebel

1. Vorsitzender                     2. Vorsitzende