Jahreshauptversammlung 2017

Jahreshauptversammlung der Gernsbacher Ortsgruppe des Schwarzwaldvereins

Bald in neuem Gemäuer

Vielleicht schauten sich manche Vereinsmitglieder während der diesjährigen Jahreshauptversammlung mit etwas Wehmut im Vereinsheim um. Galt es doch, für Monate ein bisschen Abschied von der vertrauten Heimstätte des Vereins zu nehmen. Da aber die Baumängel des in die Jahre gekommenen Hauses nicht mehr tragbar sind, hatten die Mitglieder vor fast einem Jahr ganz demokratisch einem Plan zur Sanierung und teilweisem Neubau zugestimmt. Es folgte ein „turbulentes Jahr“, wie der Vereinsvorsitzende Richard Herzig gleich zu Beginn seines Rechenschaftsberichts betonte: „Mit versteckten Seitenhieben der Ablehner, heftigen Diskussionen, mangelnder Wertschätzung für die Aktionen der Befürworter“. Aber Herzig konnte dennoch eine gute Bilanz ziehen: „Wir haben seither schon allerhand bewegt: Der Zufahrtsweg wurde in Eigenarbeit verbreitert, die Aufschüttung für eine neue Terrasse begonnen“. Gleich nach dem Traditionstreffen der Mittwochswanderer Anfang März beginnen der Abriss des Anbaus und das Abtragen der alten Terrasse. Die Baupläne sind genehmigt, der Statiker hat berechnet, Ausschreibungen an Firmen erfolgten. Nun gilt es, die Daumen für günstiges Bauwetter zu halten, damit bis zum Herbst zumindest die Außenarbeiten beendet werden können. Dass es sich trotz zahlreicher Eigenleistungen um kein Projekt handelt, das aus der sprichwörtlichen Portokasse finanziert werden kann, versteht sich fast von selbst. Da zahlt es sich aus, dass der Verein, mit seinem Vereinsrechner Holger Pfingst an der Spitze, von jeher auf eine gesunde Finanzierungsbasis achtete, wie die Kassenprüfung ergab. Als genauso zuträglich, was die Finanzen angeht, wertete der Vorstand die Tätigkeit der Heimverwaltung durch Eva Czinder. Die Vermietungen der Immobilie an Mitglieder, aber auch an Vereinsfremde für Familien- oder Firmenfeiern trügen in gutem Maße dazu bei. Stolz ist der Gernsbacher Schwarzwaldverein auf seine zwei Jugendgruppen, durch die Jugendleiterinnen Elke Manz und Belinda Kolmann geleitet.

Dass die Kinder und Jugendlichen statt zu wandern eher Spaß an jugendgemäßen Aktionen haben, ist selbstverständlich. „Daraus wird eines Tages die Zukunft des Vereins hervorgehen“, so Herzig. Und weiter: „Ganz normal für vergleichbare Vereine sind schwankende Mitgliederzahlen, durch neugewonnene Mitglieder konnte die Gernsbacher Ortsgruppe diese Verluste ausgleichen“. Personell ergaben sich in der Vereinsspitze keine Veränderungen. Ein besonderer Dank galt jedoch Friedegard Müller und auch Gerhard Gallo, beide bisher für die wöchentlichen Wanderaktivitäten verantwortlich. Neu haben sich indes im vergangenen Jahr die Wegewarte aufgestellt: Harald Brost und Rainer Merkel sind regelmäßig unterwegs, um zusammen mit Wegewarthelfern auf Gernsbacher Gemarkung die Begehbarkeit und Beschilderung von 350 km Wanderwegen zu überprüfen, zum Nutzen aller Wanderfreudigen und auch der Dienstags- und Mittwochswanderer des Vereins. Die 2691 Aktiven beider Gruppen, dabei auch Gästewanderer, haben im vergangenen Jahr während 104 Wanderungen über 1054 km „erwandert“. Obwohl nicht mehr alle Mitglieder aktive Wanderer sind, halten viele seit Jahren ihrem Verein die Treue sowohl „in guten und in schlechten Zeiten“, manche schon seit 25, 40, 50, sogar 60 Jahren. Über viel anerkennendes Lob und nicht weniger Beifall konnten sich deshalb Irmgard Fiedler, Werner Grehl, Ineke und Wolfgang Pfingst (sie sind seit 40 Jahren im Verein) freuen. Erich Kalmbacher gehört seit 50 Jahren dazu, Bruno Graf trat sogar schon vor 60 Jahren in den Schwarzwaldverein ein.

02 JHV Ehrungen

Geehrt durch den 1. Vorsitzenden des SV Gernsbach für 40, 50 und sogar 60 Jahre
Zugehörigkeit zum Verein: Erich Kalmbacher, Bruno Graf, Wolfgang und Ineke Pfingst,
Irmgard Fiedler und Werner Grehl